Hormonspirale und Hormonimplantat

Eine Alternative für Frauen, welche die Antibabypille nicht nehmen können oder wollen, stellt die Hormonspirale oder das Hormonimplantat dar.

Die Hormonspirale

Sie ist ein wenig grösser als die Kupferspirale, aber aus Kunststoff. Die möglichen Nebenwirkungen sind die gleichen wie bei der Antibabypille, doch in geringerem Ausmass, da die Hormonspirale nur minimale Mengen eines Gestagens (Gelbkörperhormon) stetig abgibt. Die austretenden Hormone verursachen einen Schleimpfropf am Muttermund und verunmöglichen so ein Eindringen von Spermien und eine Befruchtung der Eizelle. Dazu wird die Gebärmutterschleimhaut nur minimal aufgebaut.

Das Risiko von Infektionen ist geringer als bei Methoden mit Kupfer, denn die Menstruationsblutungen schwächen sich zunächst zu täglichen Schmierblutungen ab und treten nach einigen Monaten noch als schwache Blutungen auf oder verschwinden vollständig. Das bedeutet, dass die Hormonspirale bei genügender Grösse der Gebärmutter bereits jungen Frauen ab 17 Jahren eingesetzt werden kann. Auch der Schutz vor Schwangerschaft erhöht sich gegenüber der Kupferspirale oder Kupferkette.

Das Hormonimplantat

Es wirkt wie die Hormonspirale und hat auch die analogen Einwirkungen auf den Monatszyklus und dieselben Nebenwirkungen.

Das Implantatmit dem Gelbkörperhormondepot wird an der Innenseite des inaktiveren Armes unter die Haut eingesetzt, ist 4 cm lang und 2 mm dick und hat die Form eines Röhrchens. Seine Wirkung hält drei Jahre an und schwächt sich gegen Ende ab. Der Schutz vor Schwangerschaft ist bei korrekter Applikation nahezu hundertprozentig.

Anders als bei der Hormonspirale findet im Zyklusverlauf kein Eisprung mehr statt, denn das abgesonderte Hormon wirkt nicht nur lokal in der Gebärmutter, sondern gibt seinen Wirkstoff an das umgebende Gewebe des Armes ab und übt so schliesslich eine hormonelle Wirkung auf den ganzen Organismus aus.

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