Die chirurgische Abtreibung

Wenn man vom Schwangerschaftsabbruch oder Abtreibung spricht, meint man in der Regel den chirurgischen Schwangerschaftsabbruch. 36 % der 11‘079 gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden im Jahr 2011 mittels der chirurgischen Methode durchgeführt.

Gesetzliche Frist

Der chirurgische Eingriff wird in der Regel nach der 7. Woche bis ans Ende der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt und wird Absaugmethode genannt, da er mit Hilfe einer Unterdruckpumpe vorgenommen wird. Die Absaugmethode kann bis zur 14. Woche angewandt werden. Spätere chirurgische Schwangerschaftsabbrüche sind komplexer.

Schwangerschaftsabbruch mit der Absaugmethode

Eine Vielzahl von Spitälern, Kliniken und Praxen führen die Absaugmethode ambulant durch. Private Praxen gelten mittlerweile durch ihre grosse Erfahrung und den geringen notwendigen technischen Aufwand als mindestens so sicher wie Spitäler. Kontakte vermitteln regionale Spitäler, Frauenärzte/-ärztinnen oder Familien- oder Jugendberatungsstellen.

Die Patientin kann oft zwischen einer kurzen Voll- (Propofol) oder einer lokalen (Zervixblock) Teilnarkose wählen.

Ablauf der Absaugmethode

Es wird ein Röhrchen, die sogenannte Saugcurette, eingesetzt. Durch den Gebärmutterhals wird dabei eine Kanüle eingeführt, die unter Erzeugung eines Unterdrucks die Frucht absaugt. Diese Vakuumpumpe saugt den wenige Zentimeter grossen Embryo, die Schleimhaut, die Plazenta und das Fruchtwasser ab. Das dauert etwa eine Minute.

Der Arzt/Ärztin muss danach prüfen, ob noch Gewebeteile fehlen, da sonst das Risiko einer Infektion besteht. Sollte etwas fehlen muss noch eine Ausschabung (Curettage) mittels eines löffelartigen Instruments, der Curette, vorgenommen werden. Der ganze Eingriff dauert etwa zehn Minuten.

Die Patientin spürt nach dem Eingriff ein leichtes Ziehen wie bei einer Periode und hat danach ein paar Tage bis zu einer Woche Blutungen. Sie wird am gleichen Tag wieder nach Hause entlassen und 4-6 Wochen später zu einer Nachkontrolle gebeten.

Insgesamt gilt der chirurgische Schwangerschaftsabbruch als risikoarm. Bleibende Schäden wie eine Verletzung des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutterwand sind sehr selten und die Fruchtbarkeit wird nicht beeinträchtigt.

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